Theatrum Mundi - Werkschau bis 2015

Das ist der lateinische Begriff für „Welttheater“. Es gilt als eine Metapher für die Eitelkeit und Nichtigkeit der Welt, die in Renaissance und Barock häufig gebraucht wurde. Mit dem Vorwand der Warnung (siehe Vanitas) wurden solche Welttheater mit den verschiedensten Mitteln inszeniert. Diese Tradition der Schaustellungen hat sich über Jahrhunderte erhalten.

Sieht man Bettags Motive, so denkt am an ein wirkliches Theater, bei welchem die handelnden Wesen durch einen sinnreichen und kunstvollen Mechanismus wie belebt auf der Bühne erscheinen. Während aber bei einem wirklichen Theater die Verwandlungen der Szenerien fast ausschließlich hinter geschlossenem Vorhang erfolgen, vollziehen sich hier die Veränderungen in stetem Gange ohne Unterbrechung der Handlung vor den Augen des Betrachters. Die Akteure agieren in freiester Weise untereinander. Kein leitender Draht, keine regierende Hand ist dabei zu sehen. Und doch ist Bettag Regiseur, Bühnenbauer, Puppenspieler und Autor seiner Stücke, die er bildlich in Szene setzt. Die Geschichten die er schreibt handeln fast immer von Eitelkeiten und Nichtigkeiten, die aber für die Akteure der Stücke von großer Wichtigkeit sind. Das Theater hält dem Zuschauer einen Spiegel vor. Und genau das tut Bettag auch mit seinen Bildthemen. Er lässt den Betrachter in einen Spiegel schauen.

94 Abbildungen - Farbe
Format 21 x 30 cm
108 Seiten, Hardcover - 150 Gramm Kunstdruckpapier
28,95 Euro
ISBN 978-3-945591-16-1


Theatrum Mundi Hardcover, 108 Seiten in Farbe

 

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